Grounding - Das grundlegende Verständnis



Den Weg zu gehen, bedeutet den Signalen des Körpers wieder zu vertrauen. Dieser Prozess folgt einer ganz bestimmten Logik:

 

Sicherheit --> Kontakt -->Berührung --> Vertrauen/Intimität

 

1. Sicherheit

Sicherheit bedeutet, sich in einem geschützten Raum zu erleben, in einem neutralen, nicht bewertenden Umfeld. In dieser wertfreien Umgebung lernst du, deinen Emotionalkörper zu deuten. Er funktioniert wie eine Wasserwaage, die dir anzeigt, wann du aus dem Gleichgewicht geraten bist. Es ist völlig unnötig, deinen Emotionalkörper in einzelne Gefühle aufzuteilen.


Bist du zentriert in deinem authentischen Selbst, befindest du dich in einen glücklichen, erfüllten Zustand. Alle deine Körper, dein physischer Körper, dein Emotionalkörper, dein Mentalkörper und spiritueller Körper sind alle im göttlichen Selbst ausgerichtet.  Das ist dein natürlicher Zustand. 

 

Fällst du aus irgendeinem Grund aus diesem Gleichgewicht heraus meldet sich sofort dein Emotionalkörper.  Er ist dein bester Freund und fordert dich auf wieder in die Aufrichtung zu gehen. Wie du diese Bewegung deines Emotionalkörpers auslesen kannst, lernst du hier bei my-grounding.

 

Die Bewegungen deines Emotionalkörpers zu ignorieren führt zu unvollständigen Erfahrungen und diese bleiben sprichwörtlich in deinem Körper stecken und sind somit Ursache von toxischen Ablagerungen und vergiften langfristig deinen Körper, deine Beziehungen und deine Umwelt.


 

2. Kontakt

Die erlösende Erkenntnis im eigenen Körper sicher zu sein lässt dich wieder in Kontakt gehen, mit dir selbst und Anderen. Du erlebst dich vielleicht seit langer Zeit wieder so, wie in deinen ersten Lebensjahren, im authentischen Kontakt mit deinem Emotionalkörper. Wenn du wütend bist, bist du wütend. Wenn du traurig bist, bist du traurig und wenn die Freude kommt, bist du fröhlich. Das ist alles. Kein Zurechtbiegen, kein Versuch die äußere Welt der inneren Welt angleichen zu wollen. So wie du dir selbst erlaubst alles wieder zu fühlen, so erlaubst du auch anderen Menschen in deinem Leben wieder zu fühlen. Du verlierst die Scheu vor deinen eigenen  Gefühlen und den Gefühlen der Anderen und gibst immer wieder Raum. Dadurch entsteht echter Kontakt. Ein ehrlicher Kontakt von Mensch zu Mensch. Wir beginnen wieder einander zuzuhören und erleben uns im Spiegel des Anderen wieder. Das Gesagte und das Gehörte dringt wieder tief in unsere Körper ein und von dort kommt wieder eine Rückmeldung.


Das nenne ich den Tanz in der 4. Dimension. Das ist der Ort, an dem unsere Emotionalkörper wieder frei schwingen dürfen, ohne den Wunsch sie kontrollieren zu wollen.


So erleben wir uns im lebendigen Austausch miteinander und folgen natürlichen Impulsen und lassen uns wieder berühren.

 

3. Berührung

Berührung bedeutet nicht sofort körperlichen Kontakt, sondern zunächst einmal erluabst du dir selbst, dich von deinem Emotionalkörper berühren zu lassen. Diese Berührung öffnet dir die Tore zu deinem Authentischen Selbst, deiner Seele, deinen Ursprung, deiner Quelle, deiner Lebensfreude. Die Menschen haben viele Begriffe dafür gefunden, wenn sie sich selbst begegnet sind, es ist dieser intime Kontakt mit dir selbst. Das Wissen und die Erfahrung darüber, dass es auch OK ist, nicht OK zu sein, dass du auch den sogenannten negativen Teil von dir erfahren kannst, ohne dafür bestraft zu werden oder in der Hölle landen zu müssen.

 

Von da aus schaust du mit deinem authentischen Selbst auf dein Gegenüber und hast den antrainierten Reflex zu bewerten oder zu urteilen hinter dir gelassen. Du machst dir dein Körperwissen wieder zu eigen und vertraust allen Impulsen. Du entdeckst wieder deine Fähigkeiten der ganzheitlichen Körperwahrnehmung, die nicht nur auf die fünf Sinne beschränkt ist. Dein Körper zeigt dir den Weg und du weißt, welche Berührungen dir gut tun. Im Kontakt miteinander entdeckt ihr die Fähigkeiten euch gegenseitig berühren zu lassen, zunächst im Innern und dann im Außen. Die Hände finden ganz von selbst den Weg zu deinem Gegenüber und unterstützen den Körper genau dort, wo er gerade Kontakt braucht. Die Grenzen von du und ich verschmelzen zu Ein.


4. Vertrauen/Intimität

 

Intimität ist das, was du suchst.  Du suchst es in den Dingen der Welt. Du erhoffst mit deinen elektronischen Spielzeugen und dem Internet (Facebook, Twitter & Co) diese intimen Momente zu erhaschen. Der Konsum allein soll dir diese Intimität mit dir selbst ermöglichen. Dabei verwechselst du dich permanent mit den äußeren Dingen und Erscheinungen in deinem Leben. Du führst dir Dinge oder auch Menschen von außen zu, konsumierst sie, statt sie in dir zu erfahren. Um die Welt zu kennen, muss du deine Heimat nie verlassen.

 

Intimität ergibt sich aus dem vollständigen Erfahren der ersten drei Schritte: Sicherheit führt zu Kontakt; aus Kontakt wird Berührung; sich berühren lassen, bedeutet intim zu sein.

 

Intimität ist nichts, was im Dunkeln hinter verschlossenen Türen mit deinem Partner oder deiner Partnerin geschieht. Es ist eine Art und Weise zu leben, jedem Moment erlauben dich berühren zu lassen. Ein(ig) zu sein, mit der Welt und den in ihr lebenden Menschen. Hier herrscht oft große Verwirrung und diese Intimität wird leicht mit Sexualität verwechselt,. Sexualität im Sinne des sexuellen Verkehrs miteinander. Wir können die sexuelle Kraft wieder als kreative Quelle in uns erkennen und ihr gestatten, uns voll und ganz zu erfassen, in jedem Moment unseren Seins und sie nicht ausschließlich auf den körperlichen Akt zu beschränken. Denn jegliche kreative Schöpfung in unserem Leben, egal ob wir ein Objekt designen, ein Musikstück komponieren oder einem Gefühl Ausdruck verleihen ist ein kreativer Akt der Schöpfung. Hier endet die Sehnsucht des werden Wollens und hier beginnt der kreative Tanz mit der Welt.